Soziales
 
  07/10: Tiergestützte Kompetenztrainings - unsere Antwort auf Fragen der Zeit
  09/09: Social Evolution - Weg mit dem Kuschelkonsens
  09/08: Workshop: Selbstmanagement im Ehrenamt II
  10/06: Seminar "Selbstmanagement im Ehrenamt"
  07/06: Einladung zum Sommerempfang des Bayerischen Landtags
  09/05: Ehrenamtliches Engagement
  05/03: come2gether-events
  02/03: Deutschland braucht Existenzgründer - Existenzgründer brauchen Netzwerke
  12/02: Buchvorstellung. Heiko Redlich, per Du
  11/02: Deutscher Werbekongress 2003 - 49 Prozent-Lösung?

Was uns bewegt. Sehen Sie unsere Sicht der Dinge.


09/09: Social Evolution - Weg mit dem Kuschelkonsens

Nichts ist so beständig wie der Wandel, aber nichts ist auch so herausfordernd. Diese Erkenntnis gilt für jede Zeit und jede Generation. Nur die Antwort auf die Fragen der Zeit ist stets eine andere.

Mit unserem Projekt Social Evolution wollen wir neue Impulse setzen.

"Das Leben in sozialen Gruppen bedeutet endlose Konflikte und ständige Konkurrenz. Sachverhalte, mit denen erfolgreich fertig zu werden, erhebliche Intelligenz erfordert", hat es die Verhaltensforscherin Dorit U. Feddersen-Petersen so treffend formuliert.

Reicht unsere Intelligenz nur soweit, dass unsere Gesellschaft sich einem öffentlich zur Schau getragenen Kuschelkonsens hingibt und hintenrum Konflikte mit Mobbing oder blanker körperlicher Gewalt beantwortet?

Aggression - warum unser Erbe verleugnen?
Soziales Verhalten zu verstehen ist ein Anliegen, dass die Menschheit schon seit der Antike beschäftigt. Heute wissen wir, dass der Mensch als ein natürliches Wesen mit Fähigkeiten ausgestattet ist, welche nicht nur sein Überleben sichern, sondern auch das soziale Miteinander. Diese Grundausstattung allerdings wird nicht immer gefördert oder in allen Dingen positiv bewertet. So haben wir in der heutigen Zeit ein eher verdrängendes Verhältnis zu Fragen wie Aggression, Konflikt oder Konkurrenz. Diese Funktionskreise werden in der Frage nach der sozialen Kompetenz ausgeblendet und als unerwünscht und störend angesehen, so als gälte es in der Ethik unser Erbe zu verleugnen oder es zu überwinden, statt es zu nutzen.

Impulskontrolle zur Gewaltprävention
Dabei zeigt uns der Blick in die nahe und weite Verwandtschaft, dass viele dieser natürlichen Impulse durchaus sinnhaft sind, ihre Kontrolle erlernt wird und Grenzen durch die anderen Individuen gesetzt werden. Der reibungslose Ablauf in allen Fragen des sozialen Miteinander wird auf diese Weise von Generation zu Generation gesichert.  Daher ist es durchaus ein bedenkenswerter Ansatz gerade in der Erziehung oder in der Selbsterfahrung die bereits in uns angelegten Kompetenzen wieder in den Focus zu stellen um von hier aus den Weg in das Neue zu wagen.

Streit als Chance - das Regelwerk erkennen und nutzen
In unseren Trainings für eine konstruktive Streitkultur geht es um eine gesunde Austragungsweise von Konflikten durch einen Perspektivenwechsel: Jeder Konflikt fördert und fordert uns darin, gegensätzliche Meinungen wahrzunehmen, die eigenen Anschauungen zu überdenken und ggfs. das eigene Handeln zu verändern. Jede Gesellschaft kann von ihren Konflikten profitieren, da sie zur Neuanpassung von Regeln und Regelstrukturen beitragen.

Tiergestützte Kompetenztrainings - unsere Antwort auf Fragen der Zeit
Tiergestützte Kompetenztrainings sind daher aus unserer Sicht ein logischer Schritt für die Weiterentwicklung unserer Workshopangebote. "Selbst erlebt - eingeprägt" war und ist die Devise unserer bisher ja vorrangig auf der Methodik der Theaterpädagogik basierenden Trainings. Verbale und nonverbale Kommunikationsmuster zu erkennen, sich selbst und seine Mitmenschen besser einschätzen zu lernen, um daraufhin persönliche Handlungsspielräume situationsgerecht zu erweitern, ist nach wie vor das Ziel. Dabei ist das Tier als fremdes Mitgeschöpf ein wertfreier Spiegel, dessen Reflexionen leichter angenommen werden können.